Bei der Beurteilung der Windkraft müssen all die im Magazin Info-DIREKT (Ausgabe 59) angeführten Argumente, Risiken, Probleme, Schadwirkungen und Zusatzkosten einfließen. Nur die vollständige Information aller Beteiligten kann zu fundierten und nachhaltigen Entscheidungen führen.
Ein Kommentar von Florian Machl und Michael Scharfmüller aus dem Magazin Info-DIREKT mit dem Schwerpunktthema „Windräder als Gefahr für Mensch, Natur und Demokratie“
Windkraft produziert zwar Strom, aber sie verursacht auch hohe Kosten, Eingriffe und Belastungen, die meist verschwiegen werden. Das bedeutet nicht, dass man Windkraft grundsätzlich ablehnen muss. Es bedeutet aber, dass wir ihre Rolle realistisch einordnen müssen. Windenergie kann in bestimmten Regionen eine Ergänzung sein – jedoch keine Grundlage für eine stabile, sichere und bezahlbare Energieversorgung.
Energiegewinnung nimmt immer Einfluss
Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass jede Form der Energiegewinnung Einfluss auf die Natur hat. Das trifft auch auf die in Österreich als so vorbildlich geltende Wasserkraft zu. Um diese nutzen zu können, waren beispielsweise zahlreiche Flussbegradigungen notwendig. Dass manche Formen der Energiegewinnung massiv beworben und andere stark verteufelt werden, hat meist nichts mit rationalen Überlegungen, aber viel mit Lobbyismus, Ideologie und politischem Kalkül zu tun.
Wettbewerbsfähig bleiben, um souverän zu sein
Auch der Appell, einfach weniger Energie zu verbrauchen, ist in Wahrheit nicht zielführend, weil jede Volkswirtschaft wettbewerbsfähig bleiben muss. Beschließt ein Staat, aus der „Höher-Schneller-Weiter“-Spirale auszusteigen, wird er vom Wohlwollen anderer Staaten abhängig, die wirtschaftlich, technologisch und militärisch am Puls der Zeit geblieben sind. Wer sich einen souveränen Staat wünscht, der die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist, muss also in allen Bereichen wettbewerbsfähig bleiben. Ohne nachhaltige, effiziente und günstige Energieversorgung funktioniert das jedoch nicht.
Deshalb muss es eine der Hauptaufgaben der Politik sein, das eigene Land verlässlich und ausreichend mit günstiger Energie zu versorgen. Hierzu braucht es ein Gesamtkonzept, das auf Bewährtes baut, für neue Technologien offen ist und verlässliche Handelspartner hat. Ideologisch motivierte Denkverbote sollten dabei hintangestellt werden.
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