Profil-Redakteur Julian Kern meinte wohl einen großen Skandal auf der Spur zu sein, als er erfuhr, dass ein Vertreter des Alpenvereins im Magazin Info-DIREKT gegen Windräder wetterte. Was vermutlich als Aufdecker-Geschichte erträumt wurde, taugt jedoch nicht einmal zum Sturm im Wasserglas.
Ein Kommentar von Michael Scharfmüller
Die Fakten: Für unser Magazin Info-DIREKT zum Thema „Windräder – Gefahr für Mensch, Natur und Demokratie“ organisierte Gerald Hauser, EU-Abgeordneter der FPÖ, einen Gastbeitrag vom Alpenverein. Ich habe zwar – aufgrund einer Ausbildung und einer Reportage über Wegemacher – auch selbst Kontakte dorthin, Windrad-Fachmänner im Alpenverein kannte ich aber keinen. Deshalb bot Hauser an, zu helfen.
Eine lahme Geschichte
Profil-Redakteur Julian Kern sieht darin einen so großen Skandal, dass er dazu einen Artikel verfasste. Aus seiner Sicht sei es „in einem redaktionell unabhängigen Medium unüblich“, dass Gastautoren ihre Beiträge nicht selbst an die Redaktion senden, sondern diese von einer dritten Person eingereicht werden.
Profil zu 100 Prozent im Eigentum des Kuriers
Es ist ja nett von Julian Kern, dass er sich um die Unabhängigkeit von Info-DIREKT sorgt. Vielleicht sollte er diesbezüglich aber besser vor der Tür seines eigenen Arbeitgebers kehren. So ist es zwar völlig legitim, dass sich das Profil zu 100 Prozent im Eigentum des Kuriers befindet und am Kurier eine einflussreiche Bank beteiligt ist. Als Außenstehender könnte man dabei aber den Eindruck gewinnen, dass sich da mächtige Leute zwei Medien leisten. Eines, das als links und eines, das eher als konservativ wahrgenommen wird. Bei den wesentlichen Themen sind sich die beiden Medien dann aber doch immer einig: Putin ist böse, Trump eine Gefahr, rechte Ansichten sind furchtbar, Corona tödlich, Impfungen alternativlos, Einwanderung unbedingt notwendig, die Ukraine zu unterstützen, der Klima-Wandel die größte Krise der Menschheit …
Ist das Profil unabhängig und frei in seiner Berichterstattung?
Zudem stellt sich die Frage, ob das Profil ohne Regierungsinserate und staatliche Förderungen überhaupt überlebensfähig wäre. Deshalb hier nochmals für den lieben Kollegen Julian zum Mitschreiben:
Es ist völlig egal, wer einen Gastbeitrag organisiert und wer diesen an die Redaktion sendet. Interessant sind hingegen die Eigentumsverhältnisse eines Mediums und von wem es finanziell abhängig ist. Aus meiner persönlichen Sicht ist Info-DIREKT diesbezüglich viel freier als das Profil. Das hängt auch damit zusammen, dass wir unsere Kosten sehr gering halten können und deshalb weniger Rücksicht auf die Befindlichkeiten von Geldgebern legen müssen.
Gastbeitrag als Zeichen der Selbstlosigkeit und Unabhängigkeit
Hätte Profil-Redakteur Julian Kern den Gastbeitrag des Alpenvereinsmitglieds Ingo Ortner gelesen, bevor sein linkes Jagdfieber entfacht wurde, hätte er festgestellt, dass der Gastbeitrag ein Beleg dafür ist, wie selbstlos Gerald Hauser gehandelt hat und wie unabhängig Info-DIREKT ist. Ortner lobt in seinem Text nämlich den schwarzen Landeshauptmann von Tirol für dessen jüngsten Aussagen zur Windradproblematik. Trotz dieses Lobs für den ÖVPler Mattle hat Hauser den Beitrag an Info-DIREKT weitergeleitet. Und das, obwohl die beiden Parteien in direkter Konkurrenz um die Vorherrschaft in Tirol streiten. Damit ist der von Hauser an Info-DIREKT weitergeleitete Text ein Zeichen dafür, wie selbstlos sich Hauser im Kampf gegen Windräder in den Alpen einsetzt und wie unabhängig, gelassen und objektiv Info-DIREKT berichtet.
Kampf um Deutungshoheit
Weshalb das Profil trotzdem schon wieder gegen Info-DIREKT schießt, ist leicht erklärt: Mutmaßlich will das Profil Info-DIREKT isolieren. Etablierte Medien möchten, dass alternative Medien in einer rechten Schmuddelecke eingesperrt sind, um sich so eine unbequeme Konkurrenz vom Leibe zu halten. Das entspricht dem Ansinnen linker Redakteure, aber auch dem Wunsch der ÖVP und ihrer Hintermänner. Diese wissen nämlich, dass ihre Posten endgültig räumen müssen, wenn die Deutungshoheit und die damit verbundene Macht der etablierten Medien gebrochen ist.
In diesem Zusammenhang ist auch die URL, also die Internetadresse die für den Artikel über Info-DIREKT festgelegt wurde, interessant. In dieser wird nämlich auch das umstrittene DÖW und dessen skurriler „Rechtsextremismusbericht“ erwähnt: https://www.profil.at/oesterreich/fpoe-info-direkt-gerald-hauser-doew-rechtsextremismusbericht/403128099
Starke Reaktion von Gerald Hauser auf Profil-Angriff
EU-Abgeordneter Gerald Hauser hat mit einem Video auf die absurden Vorwürfe des Profil-Redakteurs reagiert. Das Video ist hier zu sehen: https://t.me/GeraldHauser/4706
Geschenk für Neu-Abonnenten
Als kleines Dankeschön für die Werbung des Profils für Info-DIREKT erhält nun jeder, der diese Woche das Magazin Info-DIREKT abonniert, unsere Windrad-Ausgabe kostenlos dazu!